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Toxikodynamik - Grundlagen toxischer Wirkungen

Einleitung

Ein chemischer Stoff muss in direktem Kontakt mit einem Organismus treten, um diesen Organismus schädigen zu können, nur dann ist es ein Schadstoff. Schädigende Auswirkungen chemischer Stoffe treten in einem lebenden System auch nur dann ein, wenn der Stoff oder, was häufiger ist, seine Metaboliten den Organismus in ausreichender Konzentration und Wirkdauer beeinflussen. Oft handelt es sich bei einem Schadstoff nicht um eine einzelne Komponente, sondern um ein Gemisch verschiedener Substanzen, die sich gegenseitig beeinflussen können und in unterschiedlichem Maße zur Toxizität dieses Schadstoffes beitragen.

Zahlreiche Faktoren bestimmten die Toxitzität eines Stoffes - so z.B. die Wirkstoffkonzentration, die Art der Aufnahme oder die Zielstruktur, auf die der Schadstoff wirkt. Einige Faktoren betreffen auch Reaktionen, die erst nach der Schadstoffaufnahme im Organismus stattfinden. Sehr viele Schadstoffe werden beispielsweise im Metabolismus erst aktiviert oder enzymatisch umgewandelt. Diese Reaktionsprodukte wiederum können ebenfalls in die Biochemie der Zelle eingreifen und Störungen verursachen. Das bedeutet, dass eine toxische Reaktion auf einen Fremdstoff auch von der enzymatischen Ausstattung des Organismus und seiner Suszeptibilität (Empfänglichkeit) abhängen kann.

Abb.1
Ein Beispiel für toxische Reaktionen - Rauchen

Ein typisches Beispiel ist das Rauchen, bei dem die Anzahl und auch die Wirkung der einzelnen Schadstoffe noch längst nicht im Detail geklärt sind. Sicher ist jedenfalls, dass neben der direkten Schadwirkung einige Schadstoffen aus dem Tabakrauch zudem Radikale im Lungengewebe erzeugen, die die Zellstrukturen und die DNA angegreifen.

Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Faktoren, die die Toxizität eines Schadstoffs ausmachen, erläutert.

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