zum Directory-modus

Stoffwechsel von Fremdstoffen

Reaktionen der Biotransformation von Fremdstoffen

Die große Zahl enzymatisch katalysierter Umwandlungen von lipophilen Fremdstoffen (Biotransformation) wird in zwei Phasen eingeteilt. Im Phase-I-Metabolismus wird in das lipophile Fremdstoffmolekül durch Oxidation, Reduktion oder Hydrolyse (Funktionalisierung) eine polare Gruppe eingeführt. Diese Transformation führt in den meisten Fällen zu einem Stoff mit geringerer Toxizität und erhöhter Löslichkeit in polaren Lösungsmitteln wie Wasser. Typische Beispiele für Reaktionen des Phase-I-Metabolismus sind die Einführung oder Freisetzung von funktionellen Gruppen wie Hydroxy-Gruppen (OH-), SH-, NH2- oder auch COOH-Gruppen.

Abb.1
Glutathion

Diejenigen Metaboliten, die noch nicht wasserlöslich genug sind, um ausgeschieden zu werden, sind dann Substrate für Enzyme des Phase-II-Metabolismus, die alle zu den Transferasen gehören. In der Phase II wird der Metabolit mit einem körpereigenen, aus dem Zellstoffwechsel stammenden wasserlöslichen Stoff gekoppelt (Konjugation), so z.B. einem Zucker, einer Aminosäure, einer Schwefelsäure oder Glutathion, so dass ein gut wasserlösliches, leicht ausscheidbares Produkt entsteht. Für eine effiziente Entgiftung von Schadstoffen ist das Zusammenspiel beider Detoxifikationssysteme notwendig.

Tab.1
Reaktionen bei der Biotransformation
Phase IPhase II
OxidationGlucuronidierung
ReduktionSulfatierung
DehalogenierungAcetylierung
HydrolyseGlutathion-Konjugation
Aminosäure-Konjugation
Methylierung
Seite 4 von 16