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Quellen toxischer Substanzen im Alltag

Die Toxizität von Umweltchemikalien

Das Erkennen von Schadstoffen als Ursache von Erkrankungen wird durch die enorme Zahl von bekannten synthetischen und natürlichen chemischen Verbindungen erschwert (mehr als 39.000.000 im November 2008). Etwa 1 % dieser Stoffe werden technisch produziert und angewendet. Oft sind die toxikologischen Profile aber nur unzureichend bekannt - vor allem bei den Stoffen, die schon vor dem Inkrafttreten des Chemikaliengesetzes 1979 in der europäischen Gemeinschaft auf dem Markt waren (Altstoffe).

Viele Umweltchemikalien kommen nur in sehr geringen Konzentrationen in der Atemluft, im Trinkwasser oder in der Nahrung vor und werden ständig zusammen mit anderen Substanzen aufgenommen (Mischexpositionen). Treten dann unspezifische Gesundheitsstörungen auf, wird der ursächliche Zusammenhang mit dem Schadstoff oft nicht erkannt.

Besonders bei den Beschäftigten in der Industrie können am Arbeitsplatz über längere Zeiträume hinweg relativ hohe Stoffexpositionen auftreten. Durch geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen, spezielle Arbeitsvorschriften, eine lückenlose analytisch-chemische Überwachung des Arbeitsplatzes und die Kontrolle der Schadstoffaufnahme durch Analysen in biologischem Material (Harn, Blut, Kot, Exhalationsluft) lassen sich die Expositionen und damit potenzielle Gesundheitsgefährdungen deutlich mindern. Im Chemikaliengesetz und seinen Verordnungen sind Verbote, Beschränkungen und Anweisungen festgelegt, die den Menschen am Arbeitsplatz, aber auch den Verbraucher sowie die Umwelt vor den Gefahren chemischer Stoffe schützen soll.

Hilfe bei der Identifikation einer unklaren Stoffbelastung: Hinweise zum Führen eines Beschwerdetagebuchs

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