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Quellen toxischer Substanzen im Alltag

Toxische Pflanzeninhaltsstoffe

Abb.1
Pflanzen enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe - nicht alle sind gesund.

Die tägliche Aufnahme cancerogener Stoffe mit der Nahrung wird auf ca. 2 g pro Erwachsenen geschätzt. Über die Rolle dieser Cancerogene bei der Entstehung von verschiedensten Krebsformen beim Menschen kann bisher nur spekuliert werden. Zahlreiche pflanzliche Sekundärmetaboliten wie Lipide, Phenole, Schwefelverbindungen, Glycoside und Alkaloide dienen den Pflanzen als natürliche Pestizide, sollen also Pflanzenfresser vom Konsum abschrecken - und dazu zählt auch der Mensch. Viele dieser Stoffe sind toxikologisch nicht umfassend bewertet.

Vor mehr als zehn Jahren haben zahlreiche Biologen, unter ihnen vor allem der Amerikaner Bruce Ames, Daten zu diesen pflanzlichen Pestiziden gesammelt. Schätzungsweise nimmt jeder US-Amerikaner pro Tag durchschnittlich bis zu 10.000 verschiedene Pestizide natürlicher Herkunft, insgesamt etwa 1,5 g, zu sich, die in Konzentrationen im 103ppm–Bereich in den pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten sind. Solche Untersuchungen sind möglicherweise auf (mittel)europäische Ernährungsverhältnisse übertragbar.

Aber selbst wenn bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel negative Auswirkungen für die Gesundheit haben können, überwiegen die positiven Aspekte der Pflanzeninhaltsstoffe. Viele Studien belegen, dass der Anteil an Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs in der Nahrung erhöht werden sollte, um das Risiko degenerativer Erkrankungen sowie von Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden zu reduzieren (Ernährungsrichtlinie "Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag"). Mit großer Vorsicht zu genießen sind allerdings hochkonzentrierte Pflanzenextrakte mit pharmakologisch und toxikologisch wenig untersuchten Inhaltsstoffen.

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