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Quellen toxischer Substanzen im Alltag

Was ist Gift?

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Was ist das nit gifft ist? Alle Ding sind gifft und nichts ist ohn gifft; allein die dosis macht das ein Ding kein gifft ist.

Abb.1
Gift oder nicht? Hier ist die Anwort einfach.

Im Alltag fällt oft der Begriff "Gift" - aber was ist überhaupt ein Gift oder ein Toxin? Welche Substanz ein Gift ist oder nicht, kann oft nicht ad hoc beantwortet werden. Alkohol zum Beispiel ist ein starkes Zellgift, aber wohl kaum jemand würde das Glas Bier am Abend so bezeichnen. Bei der Giftigkeit einer ganzen Flasche Cognac in kurzer Zeit sieht die Sache schon anders aus. Auch würde wohl niemand reines Wasser als "Gift" bezeichnen, obwohl es bei Marathonläufern oder anderen extremen Ausdauersportlern immer wieder Fälle gab, bei denen der Konsum von zu viel Wasser (ohne entsprechenden Elektrolytzusatz) während des Sports zu schweren Ödemen bis hin zum Tod geführt hat - hier versagt der Giftbegriff komplett!

Jeder Stoff kann in Abhängigkeit von der Dosis toxische Wirkungen entfalten. Diese Erkenntnis geht auf Paracelsus zurück, der dies in der bereits oben zitierten Aussage zusammenfasste.

Giftigkeit und Exposition

Es gibt also keine toxischen Substanzen, sondern nur toxische Dosen von Substanzen. Jeder chemische Stoff kann prinzipiell dosisabhängig toxische Wirkungen entfalten. Dazu muss dieser Stoff an sein Zielorgan, Zielgewebe oder an einer Zielzelle gelangen, dort gebunden werden und mit den biologischen Strukturen (chemisch) interagieren.

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Corpora non agunt nisi fixata. ("Substanzen wirken nicht, wenn sie nicht gebunden werden")

Abb.2
Skorpione sind zwar giftig, aber erst nach einer Exposition (dem Stich!) wirklich gefährlich für den Menschen

Allein das Vorhandensein einer Substanz in der Umwelt bedeutet zunächst kein gesundheitliches Risiko, solange es zu keiner Exposition kommt. Der ursächliche Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber einer Substanz, ihrer Aufnahme in den Organismus und der durch sie verursachten toxischen Schädigung ist allerdings nicht immer einfach. Während der Zusammenhang bei einer akuten Vergiftung schnell ins Auge fällt, ist eine chronische Vergiftung oft nur sehr schwer nachzuweisen.

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