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Titration

Indikationsmethoden

Definitionsgemäß entspricht der Equivalenzpunkt einer Titration dem exakten stöchiometrischen Umsatz der Titration. Vom Indikationsverfahren detektiert werden können nur Titrationsendpunkte. Diese sollten möglichst nahe beim Äquivalenzpunkt liegen, damit der Titrationsfehler so klein wie möglich bleibt. Für die Indikation des Endpunktes wird die Beobachtung oder Messung einer physikalischen Größe genutzt, welche der Konzentration eines der Reaktionspartner der Titrationsreaktion proportional ist. Sind die Reaktionspartner nicht direkt einer Messung zugänglich, kann ein geeigneter "Indikator" verwendet werden, welcher sich mit einem der Reaktionspartner umsetzt und ein beobachtbares Signal ergibt.

Von den verschiedenen Indikationsmethoden eignen sich vor allem die elektrochemischen und die optischen Indikationsmethoden für die Durchführung von automatisierten Titrationen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht verschiedener Titrationsmethoden:

Tab.1
Titrationsverfahren
IndikationMessprinzip, Gleichungen Mögliches Kurvenbild
Potentiometrische Indikation Stromlose Messung der Spannung: U = U 0 + ( R T z F ) ln ( a o x a r e d )  und  U = U 0 + ( R T z F ) ln ( a )
Abb.1
Amperometrische Indikation Messung des Stromes I bei eingeprägter, konstanter Gleich- oder Wechselspannung: I = f ( V )
Abb.2
Voltametrische Indikation Messung der Spannung U bei eingeprägtem, konstantem Gleich- oder Wechselstrom: U = f ( V )
Abb.3
Konduktometrische Indikation Messung der elektrischen Leitfähigkeit κ mit wechselstromdurchflossenen Elektroden: κ =Konstante ( u i z i + c i )
Abb.4
Photometrische Indikation Messung der Extinktion E oder Transmission T: E = c d ε
Abb.5
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