zum Directory-modus

Serielle Schnittstelle (RS232)

Einleitung

Die serielle Schnittstelle RS232 (heute teilweise auch als EIA-232 bezeichnet) wurde in den frühen 1960er Jahren vom amerikanischen Standardisierungskommitee (heute EIA - Electronic Industries Alliance) eingeführt.Die RS232-Schnittstelle gehört wegen ihrer Unkompliziertheit zu den am meisten verbreiteten Schnittstellentypen bei den auf dem Markt befindlichen technischen Geräten. In der chemischen Labortechnik trifft man bei prozessorgesteuerten Analysengeräten, Waagen und vielen weiteren technischen Gegenständen auf diesen Schnittstellentyp. Die Ursache für die weite Verbreitung liegt an ihrer einfachen Realisierung sowie der Ausgereiftheit.Neben der RS232-Schnittstelle existieren auch andere Standards zur seriellen Datenübertragung. Man unterscheidet die RS422, die RS423, die RS485, die EIA-644 und die TTY-Schnittstelle.

Es gibt für die RS232-Schnittstelle Sub-D-Stecker/Buchse mit 9 Polen und mit 25 Polen. Das nachfolgende Schaltbild zeigt die technische Realisierung einer RS232-Schnittstelle mit 9-poligem Stecker:

Abb.1

Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, werden nur 3 der 9 Anschlusspins genutzt. Dies ist das Minimum, mit der eine RS232-Schnittstelle sinnvoll betrieben werden kann. Die erste Leitung ist die Sendeleitung, mit der Daten transportiert werden, die vom Gerät (hier ein Mikroprozessor) zum PC geschickt werden. Die Zweite ist die Empfangsleitung, bei der die Daten vom PC oder Terminal ankommen. Die Dritte schließlich ist die Masseleitung.

Aus Gründen der Störsicherheit arbeitet man bei der Übertragung über die RS232-Schnittstelle mit 12 Volt und invertiert das Signal, d.h. +12 Volt zeigt eine logische Null an, 0 Volt eine logische Eins. Die beiden Leitungen Tx (Transmit) und Rx (Receive) führen vom Stecker zum IC MAX232, der die Spannungspegel wieder invertiert und auf +5 Volt herabsetzt. Der Baustein ist im Schaltbild links oben zu sehen.

<Seite 1 von 4