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Lösungsenthalpie

Lösungsprozess

Die Auflösung des festen Stoffes bezeichnet man als Lösungsprozess oder Lösungsvorgang. Der Lösungsprozess ist ein physikalischer Vorgang, da durch den Lösungsprozess keine Veränderungen der chemischen Eigenschaften der beteiligten Stoffe stattfinden.

Der Ablauf des Lösungsprozesses wird von einem Energieumsatz oder Energieaustausch begleitet, da die beteiligten Teilchen (Ionen und Moleküle) durch den Lösungsvorgang in einen anderen Energiezustand gebracht werden.

Abb.1
Vergleich mit dem Heben einer Last

Energetischer Zusammenhang zwischen dem Auflösen der Kristallstruktur durch das Lösungsmittel und dem Heben einer makroskopischen Last: In beiden Fällen muss Arbeit verrichtet werden. So wird von einem Arbeiter an einer zu hebenden Last durch Verrichtung von Hubarbeit dieser Last potentielle Energie zugeführt.

Im Falle der Auflösung des Ionengitters eines Salzes durch ein Lösungsmittel verrichten die Moleküle des Lösungsmittels an dem Kristallgitter "Lösungsarbeit".

Abb.2

Die erforderlichen Energien zur Verteilung der Ionen innerhalb des Lösungsmittels wird im wesentlichen durch die potentielle Energie der Ionen des Kristallgitters erbracht. Ein weiterer energetischer Aspekt der "Lösungsarbeit" ist die Ausbildung der Hydrathüllen des polaren Lösungsmittels um die geladenen Ionen des Salzes.

Die Summe beider Energien bestimmt im wesentlichen die "Dissoziationsarbeit", welche das Wasser zur Auflösung des Kristallgitters verrichten muss. Die Wassermoleküle verrichten diese "Dissoziationsarbeit" am Ionengitter des Salzes und übernehmen somit die Rolle des Arbeiters in unserem Vergleich mit dem Transport des Ziegelsteines.

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