zum Directory-modus

GPIB-Bus

Aufbau des GPIB-Busses (IEEE 488)

Die elektrischen Spezifikationen im Standard IEEE 488-1978 definieren folgende Datenraten, Gerätezahlen und Kabellängen für den Bus:

Die gesendete Datenrate auf einer beliebigen Signalleitung muß kleiner als ein Megabit pro Sekunde sein. Praktische Implementierungen des Busses operieren mit 5000 bis 300000 Bit pro Sekunde.Der Bus kann 15 oder weniger Geräte zu jeder beliebigen Zeit bedienen. Die Kabellänge zwischen den Geräten darf 4 Meter nicht überschreiten. Die absolute Kabellänge des Busses darf die Länge aus der Anzahl der Geräte x 2 Meter nicht überschreiten.

Bussignal-Empfänger und -Treiber

Obwohl der IEEE 488-1978 keine Typen von Bussignal-Empfänger oder -Treiber spezifiziert, können Signalpegel durch die Erfüllung anderer Anforderungen des GPIB-Systems leicht erreicht werden. Signale werden auf den Bus als entweder aktive wahre Werte oder passive wahre Werte gegeben. Dadurch, dass so genannte Open-Collector-Treiber Signale auf den Bus senden, können aktive wahre Werte (LOW-Status) benutzt werden, um passive wahr Werte zu überschreiben. Das Bus-Interface ist so konzipiert, dass Konflikte zwischen den Geräten (z.B. gleichzeitige Übertragung verschiedener gegenteiliger Nachrichten), gelöst werden können. Diese Technik, dass aktive Werte, die passiven Werte überschreiben können, wird als aktiver Transfer bezeichnet. Die Spezifikation für solche Bussignal-Empfänger und -Treiber werden in nachfolgender Tabelle gezeigt:

Tab.1
Spezifikation für Bussignal-Empfänger und -Treiber
GPIB Input (Empfänger)GPIB Output(Sender)Wahr/FalschLogischer StatusSpannungsminimumSpannungsmaximum
V low Wahr 1 -0.6 V +0.8 V
V high Falsch 0 +2.0 V +5.5 V
V high V low Wahr 1 +0.0 V +0.4 V
V high Falsch 0 +2.4 V +5.0 V
Wahr 1 -1.6 V
I low Falsch 0
I high I low Wahr 1 +48 mA -5.2 mA
I high Falsch 0

Busgeräte-Interface

Die nachfolgende Abbildung zeigt ein typisches Interface zwischen dem GPIB und den Busgeräten.

Abb.1
Interface für den GPIB-Bus
Seite 2 von 6