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GPIB-Bus

Einleitung

Seit digitale Instrumente gebaut werden, ist es nötig, sie zu verbinden, um Daten zwischen ihnen zu verarbeiten und auszutauschen. Zu Beginn konstruierten Hersteller Instrumente nach ihren eigenen Standards. Solche Instumente hatten Interface-Strukturen mit spezialisierten Kontroll-, Signal- und Datenleitungen. Logische Level, Codes, Formate, Zeitrestriktionen und Datenraten waren oft uneinheitlich. Elektrische Parameter differierten nicht nur von einem Instrumentenhersteller zum nächsten, sondern oft sogar zwischen den Instrumenten derselben Firma. Deshalb suchten Ingenieure zahlreicher Organisationen nach einer Lösung für die Interface-Probleme, die durch die Varietät der digitalen Systemdesigns gegeben waren.

Bereits im Jahre 1965 war von Hewlett Packard der erste Entwurf für ein Dreidraht-Handshake-Verfahren zur Steuerung und Datenübertragung von Meßgeräten mit der Bezeichnung HP-IB (Hewlett Packard-Instrumentation Bus) entwickelt worden. Hierbei werden acht Datenleitungen und acht Kontroll- und Steuerleitungen über ein 25 poliges Kabel geführt. Bis zu einer Länge von 20 m können max. 31 Geräte angeschlossen werden. Die Übertragungsrate beträgt typische 1,5 MB/s.Aufgrund des großen Erfolges und der weiten Verbreitung wurde dieser Bus 1973 im GPIB (General Purpose Interface Bus) standardisiert. Später wurden für diesen Bus-Typ zwei wichtige Standards vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) verabschiedet:

Der aktuelle Standard wurde 1978 veröffentlicht und lautet IEEE 488.1-1978 (später als IEEE 488.1 bezeichnet und im Jahre 2004 umbenannt zu IEEE 60488.1:2004). Das IEC (International Electrotechnical Commission) übernahm diesen Standard als IEC-625.Im Jahre 1987 verabschiedete das IEEE eine Ergänzung zum IEEE 488.1, den IEEE 488.2 (alias IEEE 60488.2:2004), die den Originalstandard lediglich erweitert, nicht ersetzt.

Schnellere Varianten der Version IEEE 488.1 sind auch als HS488 bekannt (2003 als IEEE 488.1-2003 standardisiert). Es muß jedoch angemerkt werden, dass ältere Geräte oft nicht in der Lage sind das HS488-Protokoll zu verarbeiten.

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