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Parallele Schnittstelle (IEEE1284)

Nibble-Modus der parallelen Schnittstelle

Da es manchmal wünschenswert ist Daten auch wieder in den Rechner zurücklesen zu können, dies im SPP-Modus jedoch nicht unterstützt wird, wurde der sogenannte Nibble-Modus definiert. In dieser Erweiterung des SPP-Modus werden vier der fünft Statusleitungen dazu benutzt jeweils ein halbes Datenbyte (ein Nibble) vom Endgerät in den Rechner zurückzulesen (Nibbelweises einlesen). Dazu wird das zu sendende Byte vor der Übertragung halbiert, um zuerst das niederwertige und danach das höherwertige Nibble zu übertragen.Die übrigen Status- und Kontrollleitungen sowie die Datenleitungen des SPP-Modus werden im Nibble-Modus nicht benötigt.

Für die Signalübertragung ergibt sich folgende Arbeitsweise:

  • Um Daten senden zu können, muss das Endgerät warten bis der Rechner seine Empfangsbereitschaft durch einen Low-Pegel des HostBusy-Signals signalisiert. Ist dies geschehen, kann mit der Übertragung begonnen werden und das untere Nibble (Low Nibble) wird auf die entsprechenden Leitungen gelegt.
  • Liegen die Daten einige Mikrosekunden sicher auf den Leitungen, so wird deren Gültigkeit vom Endgerät durch setzen eines Low-Pegels auf der PtrClk-Leitung bestätigt (vergleichbar mit dem /Strobe-Signal im SPP-Modus).
  • Der Rechner kann das Nibble nun entgegennehmen und setzt dazu das HostBusy-Signal auf High-Pegel.
  • Jetzt wird auch das PtrClk-Signal vom Endgerät wieder auf High-Pegel gesetzt.
  • Sobald der Rechner durch Setzen des HostBusy-Signals auf Low-Pegel seine Empfangsbereitschaft wieder mitteilt, kann der gleiche Vorgang zur Übertragung des oberen Nibbles (High Nibble) beginnen.
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