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Parallele Schnittstelle (IEEE1284)

Byte-Modus der parallelen Schnittstelle

Bei späteren Entwicklungen der parallelen Schnittstelle wurde von einigen Firmen, angeführt von IBM mit der PS/2-Serie, die Möglichkeit einer bidirektionalen Datenübertragung geschaffen. Dieser als Byte-Modus bezeichnete Übertragungsmodus ist ebenso wie der Nibble-Modus nur eine Erweiterung des SPP-Modus. Die Möglichkeit Daten vom Endgerät in den Rechner zu übertragen, wird durch eine Umkehrung der Übertragungsrichtung auf den Datenleitungen realisiert. Um dabei einen Übertragungskonflikt mit dem Endgerät zu vermeiden, muss der Rechner die Datenleitungen seinerseits auf Eingang setzen.Diese Änderung der Übertragungsrichtung verlangt eine neue Signalbelegung der Status- und Kontrolleitungen, wobei zur Kontrolle der Datenübertragung vom Endgerät zum Rechner im Byte-Modus ein ähnlicher Handshake verwendet wird wie im SPP-Modus. Bis auf das PtrBusy-Signal sind alle Melde- und Steuersignale des SPP-Modus hier überflüssig geworden, da Informationen, die den Status des Endgerätes anzeigen, als Code verschlüsselt über die Datenleitungen verschickt werden. Im Gegensatz zum Nibble-Modus, werden die Daten im Byte-Modus byteweise vom Endgerät zum Rechner übertragen.

Abb.1
Zeitlicher Ablauf einer Kommunikation im Byte-Modus

Für die Signalübertragung ergibt sich folgende Arbeitsweise:

  • Vor einer Datenübertragung prüft das Endgerät, ob der Rechner überhaupt Daten empfangen kann. Ist dies der Fall, so schaltet dieser die Datenleitungen auf Empfang und setzt das HostBusy-Signal auf Low-Pegel.
  • Jetzt kann das Peripheriegerät ein Datenbyte auf die Datenleitungen D0...D7 legen.
  • Befindet sich das Datenbyte einige Mikrosekunden lang sicher auf den Leitungen, so wird dessen Gültigkeit durch einen Low-Pegel des PtrClk-Signals vom Endgerät bestätigt.
  • Hat der Rechner das Byte gelesen, bestätigt er den Empfang durch setzen eines High-Pegels auf die HostBusy-Signalleitung und teilt dem Endgerät so gleichzeitig mit, dass er zur Zeit mit der Verarbeitung der eingegangenen Daten beschäftigt ist.
  • Durch einen High-Pegel auf der PtrClk-Signalleitung erkennt die Peripherie den Rechnerstatus an und der Rechner wiederum antwortet durch einen kurzen Low-Impuls des HostClk-Signals.

Sobald der Rechner durch einen Low-Pegel der HostBusy-Leitung seine Bereitschaft wieder anzeigt, können weitere Daten übertragen werden. 

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