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Messung der Temperatur

Wärmekamera

Im Unterschied zu einem Pyrometer hat die Wärmekamera (auch Infrarotkamera) die Aufgabe der bildlichen Temperaturprofilwidergabe. Hierbei wird keine punktförmige Temperaturmessung vorgenommen, sondern ein ganzes Bild eines Wärmeobjektes aufgenommen. Die so genannte Wärmebildkamera ist ursprünglich eine militärtechnische Entwicklung. Sie wird mittlerweile in vielen zivilen Bereichen genutzt und wurde für diese Aufgaben weiterentwickelt.

Wie mit einer digitalen Videokamera kann mit Hilfe des so genannten CCD-Detektors das Temperaturprofil von Gegenständen aufgenommen werden. CCD steht für Charge-Coupled Device, was etwa ladungsgekoppeltes Bauteil bedeutet. Der CCD-Chip, der sich in der Kamera befindet, hat die gleiche Aufgabe wie ein lichtempfindlicher Film in einem analogen Fotoapparat. Der CCD-Chip besteht aus einem Bildaufnahmebereich und einem Speicherbereich. Durch Umwandlung der Wärmestrahlungsverteilung in eine zeitlich veränderliche elektrische Spannung kann das entstandene Wärmebild sofort abgespeichert und ausgegeben werden. Die Wärmebilder liegen eigentlich als Schwarz-Weiß-Bilder vor, werden aber nachträglich eingefärbt. Dabei sind wärmere Zonen gelblich-rötlich und kühlere Zonen grünlich-bläulich gefärbt.

Wärmebildaufnahmen werden in vielen Bereichen benötigt, u.a. in der Medizin, bei der Gebäudethermographie, in der Industrie bei der Fertigung, Leckortung oder Prozessoptimierung, in der Wissenschaft und bei der Optimierung elektronischer Komponenten.

Abb.1
Spaceshuttle
Abb.2
Platine
Abb.3
Gebäude
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