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Messung der Temperatur

Historie

Im Jahre 1592 entwickelte Galilei das erste physikalische Thermometer, wobei er den Effekt der Wärmeausdehnung der Luft benutzte. Das Thermometer bestand aus einer Glasröhre, die an einer Seite geschlossen und an der anderen Seite offen war. Mit der offenen Seite wurde diese Glasröhre in ein mit Wasser oder Weingeist (Alkohol) gefülltes Gefäß eingetaucht. Nachdem das Glasröhrchen erwärmt und anschließend wieder abgekühlt wurde, stieg der Flüssigkeitsspiegel in dem Röhrchen an. Die Höhe dieses Flüssigkeitsspiegels änderte sich entsprechend mit der Raumtemperatur. Dieses Thermometer war jedoch sehr empfindlich gegenüber dem äußeren Luftdruck. 1660 ließ Ferdinand II., Großherzog von Toskana, das erste Flüssigkeits-Glas-Thermometer herstellen, das nicht vom äußeren Luftdruck abhängig war. Dieses so genannte "Florentiner Thermometer" bestand aus einem kleinen Glasgefäß mit anschließender geschlossener Kapillare. Die Skala wurde mit 20 für den "kältesten Schnee" und mit 80 für die "größte Sommerhitze" beziffert. Erst 1694 eichte der Italiener Renaldini dieses Thermometer am Eis- und Siedepunkt des Wassers.

Das heute übliche Flüssigkeits-Glas-Thermometer wurde im Jahre 1724 vom Danziger Glasbläser Fahrenheit entwickelt, das zunächst mit Weingeist und anschließend mit Quecksilber gefüllt wurde.

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