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Thermochemie

Standardbildungsenthalpie

Die Standardbildungsenthalpie, Δ H B 0 ist die Basis für thermodynamische Berechnungen. Wobei "o" den Standardzustand symbolisiert. Dem Standardzustand entspricht eine Temperatur von 298 K (25°C) und der Normaldruck von 1013 mbar.

Die Standardbildungsenthalpie ist für Elemente in ihrem bei 25 °C und Normaldruck stabilsten Zustand willkürlich Null gesetzt worden.

Beispiel

Δ H B 0 ist Null für H2, N2, O2, Graphit, rhombischen Schwefel S8.

Δ H B 0 ist nicht Null für die Elemente in anderen Erscheinungsformen wie atomarer Wasserstoff H, Kohlenstoff als Diamant oder Schwefeldampf als S2.

Die Standardbildungsenthalpien für Verbindungen entsprechen der mit der Bildung eines Mols aus den Elementen verbundenen Reaktionsenthalpie. Eine Reaktion, bei der Wärme frei wird, ist exotherm. Bei exothermen Reaktionen ist die Standardbildungsenthalpie negativ. Reaktionen, die Wärme verbrauchen sind endothem, ihre Standardbildungsenthalpien werden mit positivem Vorzeichen angegeben.

Die molaren Standardbildungsenthalpien sind für eine Anzahl von Stoffen ermittelt worden und aus Tabellenwerken zugänglich. Die Werte für die wichtigsten Verbindungen finden sich meist auch in den Anhängen der Lehrbücher. Die direkte Umsetzung von Elementen zu Verbindungen und die unmittelbare Messung der Standardbildungsenthalpien ist jedoch nur in Ausnahmefällen möglich. Deshalb wurden die meisten tabellierten Standardbildungsenthalpien aus anderen thermodynamischen Daten errechnet.

Standardbildungsenthalpien einiger Verbindungen

Die Berechnung der Standardbildungsenthalpien für Stoffe, die bei Standardbediungung nicht experimentell hergestellt werden können, erfolgt über den Satz von Hess (Gesetz der konstanten Wärmesummen). Der Satz besagt, dass die Summe der Reaktionswärmen bei gleichem Ausgangs- und Endzustand vom Reaktionsweg unabhängig und gleich ist.

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