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Phasenumwandlung

Messung des Dampfdrucks

Praktische Durchführung: Vorbereitung der Apparatur

Zur Messung des Dampfdrucks muss die Apparatur zunächst vorbereitet werden.

  • Hahn 3 wird geöffnet. Eventuelle Luftblasen im Quecksilbermanometer können durch vorsichtiges Klopfen mit einem Gummischlauch entfernt werden.
  • In das Verdampfungsgefäß werden zunächst kleinere Siedesteinchen gegeben, dann wird es zu etwa 1/3 mit der Substanz gefüllt. Das Hilfsmanometer soll möglichst ganz voll sein, damit nach dem Evakuieren noch etwas übrig ist.
  • Das Hilfsmanometer wird mit der Apparatur verbunden und im Wasserbad auf die Temperatur von kaltem Leitungswasser gebracht. Dabei ist darauf zu achten, dass der gesamte Gasraum zwischen Verdampfungsgefäß und Hilfsmanometer unter Wasser ist, da sich sonst kein Gleichgewicht einstellen kann.
  • Das Kühlwasser wird aufgedreht.
  • Bei geschlossenem Hahn 2 wird die Apparatur vorsichtig evakuiert (etwa eine Minute), bis die Luft zwischen Verdampfungsgefäß und Hilfsmanometer und die in der Substanz gelöste Luft entfernt sind. Dabei verdampft ein Teil der Substanz und fließt vom Rückflusskühler ins Hilfsmanometer zurück.
  • Danach wird der Hahn 1 geschlossen, die Woulfe-Flasche belüftet und erst dann die Wasserstrahlpumpe abgestellt.
  • Der Luftdruck im Labor wird am Barometer abgelesen und notiert.

Praktische Durchführung: Messung

  • Über die Kapillare (Hahn 2) wird so lange belüftet, bis die beiden Menisken des Hilfsmanometers auf gleicher Höhe stehen. Damit ist der Druck in der ganzen Apparatur gleich dem Dampfdruck zwischen Verdampfungsgefäß und Hilfsmanometer.
  • Die Druckdifferenz zwischen dem Inneren der Apparatur und der Laborluft in mmHg wird notiert.
  • Die Temperatur des Wasserbades wird unter Rühren um ca. 5 K erhöht (volle Heizleistung) und die Messschritte werden wiederholt, bis die Druckdifferenz im Quecksilbermanometer ungefähr null ist. Dann ist die Siedetemperatur der Substanz erreicht.
  • Die ganze Messreihe wird zur Kontrolle der Reproduzierbarkeit wiederholt.
  • Am Schluss wird die Apparatur belüftet, das Kühlwasser abgestellt und das Verdampfungsgefäß entleert. Falls die vermessene Substanz giftig oder übelriechend ist, wird die ganze Apparatur durch längeres Evakuieren getrocknet. Danach werden alle Hähne geschlossen.
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