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Lösungen flüchtiger und nichtflüchtiger Stoffe

Vakuumdestillation

Manche Verbindungen zersetzen sich, bevor sie ihren Siedepunkt erreichen, sind also thermisch nur gering belastbar. Zur Destillation solcher Flüssigkeiten bedient man sich der Vakuumdestillation, das heißt einer Destillation unter vermindertem Druck. Man schließt dazu an die Destillationsapparatur eine Pumpe (Wasserstrahlpumpe, Ölpumpe, Membranpumpe) an, die den Druck in der Appararatur herabsetzt. Da der Siedepunkt vom Druck abhängig ist, sieden die vorliegenden Stoffe bei gutem Wasserstrahlvakuum ca. 100 K niedriger als unter Normaldruck. Das mit einer Wasserstrahlpumpe erzielbare Vakuum ist durch den Dampfdruck des Wassers bei seiner Temperatur begrenzt (bei 15 °C 17 mbar = 13 Torr). Zur Vermeidung von Siedeverzügen setzt man bei der Vakuumdestillation eine Siedekapillare ein.

Abb.1
Vakuumsdestillationsapparatur
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