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Lösungen flüchtiger und nichtflüchtiger Stoffe

Rektifikation

Im Laboratorium destilliert man meist diskontinuierlich, das heißt man destilliert eine bestimmte Flüssigkeitsmenge, wobei nacheinander die Komponenten nach zunehmenden Siedepunkten übergehen und die Siedetemperatur im Verlauf der Destillation ansteigt. In der Technik, vor allem bei der Destillation großer Mengen komplexer Gemische wie Erdöl bevorzugt man kontinuierliche Verfahren, das heißt man speist in dem Maße Rohprodukt ein, wie Destillat abgezogen wird. Die Temperaturverhältnisse in der Apparatur sind dann zeitlich konstant, und man entnimmt die unterschiedlichen Fraktionen gleichzeitig aus den verschiedenen Böden der Kolonne, im oberen Teil die flüchtigeren Anteile, nach unten hin die weniger flüchtigen.

Abb.1
Technische, kontinuierliche Rektifikation (Glockenbodenkolonne)
Abb.2
Rektifikation, Laboratoriumsanlage

Die Trennleistung einer Kolonne kann beträchtlich erhöht werden, wenn man einen Teil des Kondensats nicht abzieht, sondern wieder oben in die Kolonne einspeist. Man spricht dann von Rektifikation. Das für die Trennleistung wichtige Rücklaufverhältnis ist das Verhältnis von in die Kolonne zurückgeführtem und als Destillat abgezogenem Kondensat. Hohes Rücklaufverhältnis und damit gute Trennleistung sind allerdings mit erhöhtem Energie- und Zeitaufwand verbunden.

Abb.3
Trennleistung versus Rücklaufverhältnis bei der Rektifikation

Ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Destillationsverfahren im Labor findet man zum Beispiel im "Organikum".

Animation zur Rektifikation

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