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Leitfähigkeit von Elektrolyten

Allgemeines

Flüssigkeiten, die bewegliche Ionen enthalten, leiten den elektrischen Strom. Zu den Elektrolyten gehören die Lösungen von Säuren, Basen und Salzen sowie die Salzschmelzen.

Salze liegen in wässriger Lösung in Form hydratisierter Ionen vor, das heißt die bereits im Kristall vorhandenen Ionen sich von Wasserdipolen umgeben:

Abb.1

starker Elektrolyt:

Manche molekularen Stoffe wie die Halogenwasserstoffe HCl, HBr, HI, bilden in Wasser ebenfalls vollständig Ionen:

Abb.2

starker Elektrolyt:

Hier tritt jedoch eine vollständig verlaufende chemische Reaktion ein, bei der die Halogen-Wasserstoff-Bindung gespalten wird. Es entstehen Ionen, die im Wasser hydratisiert werden.

Andere Stoffe, insbesondere schwache Säuren wie Carbonsäuren, reagieren nicht vollständig mit Wasser; es entstehen pro Mol Säure weniger Ionen als im vorangegangenen Beispiel, und der größte Teil der Säure liegt in Form undissoziierter Moleküle vor:

Abb.3

schwacher Elektrolyt:

Grundsätzlich unterscheiden sich starke und schwache Elektrolyte dadurch, dass bei starken Elektrolyten praktisch der gesamte gelöste Stoff in Kationen und Anionen zerfallen (dissoziiert) ist, während dies bei schwachen Elektrolyten nur zu einem Bruchteil α erfolgt:

Abb.4
starker Elektrolyt
Abb.5
schwacher Elektrolyt
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