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Sieben Kristallsysteme

Die sieben Kristallsysteme

In einem Idealkristall wäre die geometrische Anordnung der Gitterbausteine völlig regelmäßig.

Hinweis
Diesem Idealzustand am nächsten kommen Einkristalle, die man langsam unter kontrollierten Bedingungen zum Beispiel aus Schmelzen, aus Lösungen oder aus Gasphasen wachsen lässt; sie enthalten ein Minimum an Gitterstörungen.

Der regelmäßige Gitteraufbau bedingt, dass man von einem gegebenen Baustein (Gitterpunkt) die Lage anderer weiter entfernter Gitterpunkte mit Sicherheit angeben kann (Fernordnung). Man kann den Kristall als dreidimensionale Aneinanderreihung von Elementarzellen verstehen.

Das Kristallgitter entsteht durch dreidimensionale Aneinanderreihung der Elementarzellen.

Elementarzelle
Die Elementarzelle ist die kleinste Einheit, die die geometrischen Gittereigenschaften enthält, das heißt mit der Elementarzelle ist gleichzeitig das ganze Kristallgitter beschrieben.

Da die Festlegung der Elementarzelle letztlich willkürlich erfolgt, entspricht die äußere Erscheinungsform eines Kristalls, der sogenannte Habitus, nicht notwendigerweise der Geometrie der Elementarzelle. So können etwa Kristalle des kubischen Systems durchaus oktaedrische Form haben.

Man könnte zwar grundsätzlich für jedes Kristallgitter mehrere Elementarzellen festlegen, die Auswahl richtet sich jedoch nach Zweckmäßigkeit und Vereinbarung, so dass ihre Kanten den Punktreihen mit den kürzesten Abständen zwischen den Gitterpunkten entsprechen. Die Ecken der Elementarzelle sind dann mit Gitterpunkten besetzt. Größe und Form der Elementarzelle werden durch ihre Kantenlänge und die Winkel zwischen den Kanten beschrieben.

Der Elementarzelle kommt allerdings keine physikalische Realität zu, sondern sie ist Ergebnis des kristallographischen Bestrebens, die Vielfalt der Kristallstrukturen zu ordnen.

Man unterscheidet sieben Typen von Elementarzellen, die den sieben Kristallsystemen entsprechen.

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