zum Directory-modus

Kristallstrukturanalyse

Das Debye-Scherrer-Verfahren

Abb.1

Beim Debye-Scherrer-Verfahren wird gepulvertes, kristallines Material (daher auch Pulvermethode) mit Röntgenstrahlen beschossen. Liegt gerade ein kristallines Krümelchen so, dass das Bragg'sche Gesetz erfüllt ist, werden die Röntgenstrahlen optimal gebeugt. Die Summe aller gebeugten Strahlen einer Gitterebene erzeugt wieder einen Kegel, der auf dem fotografischen Film abgebildet wird. Da die Probe gleichmäßig rotiert, werden sehr viele Kriställchen optimal bestrahlt. Nach der Entwicklung der Aufnahme erkennt man für jede Gitterebene einen Kreis. Aus den Abständen der Kreise kann man mit Hilfe der Bragg-Gleichung1) über den Beugungswinkel α die Abstände der einzelnen Netzebenen berechnen und somit auf den Kristallgittertyp schließen. Dieses Verfahren wird sehr häufig in der Metallurgie benutzt, da von diesen Verbindungen keine Einkristalle gezüchtet werden können.

Abb.2
1) n λ = 2   d sin α
Seite 4 von 6