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VSEPR-Theorie - Verbesserung der Strukturvorhersage

Einfluss von Mehrfachbindungen auf die Bindungswinkel

Orbitale von Doppel- oder Dreifachbindungen beanspruchen mehr Raum an der Oberfläche des zentralen Atoms als die der Einfachbindungen.

Dies führt dazu, dass der Winkel zwischen Doppel- und Einfachbindung, zum Beispiel im Ethen (H-C=C), aufgeweitet, der zwischen Einfachbindungen (Ethen: H-C-H) verringert wird. Die in erster Näherung dreieckig-symmetrische Substruktur (H2C=C, Typ: AX3 ) im Ethen mit Bindungswinkeln von je 120° deformiert sich dann wie folgt.

Abb.1
Ethylen ( sp 2 )

Ähnliche Effekte sind auch bei Molekülen anderer Typen, hier beim tetraedrisch gebauten Vanadylchlorid, VOCl3 (Typ: AX4 ) zu beobachten.

Abb.2
VOCl3

Interessant ist der Vergleich der Molekülstrukturen in der Reihe der Phosphoroxitrihalogenide (5. Hauptgruppe).

Abb.3
102.5°
Abb.4
103.6°
Abb.5
108°

Hier addieren sich die Einflüsse der Doppelbindung P=O und die durch die sinkende Elektronegativität der Halogenliganden von Fluor über Chlor zum Brom.

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