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VSEPR-Theorie - Einführung

Regeln zur Bestimmung der Molekülstruktur nach VSEPR

  1. Zeichnen Sie die Lewis-Struktur des Moleküls oder Molekülions auf.
  2. Zählen Sie die Anzahl der Bereiche erhöhter Elektronendichte (bindende und freie Elektronenpaare) um das Zentralatom herum ab. Beachten Sie dabei folgende Vorgehensweise:
    • Doppel- und Dreifachbindung zählen dabei als ein Bereich erhöhter Elektronendichte.
    • Jeweils ein freies Elektronenpaar zählt dabei als ein Bereich erhöhter Elektronendichte.
    • Bei Molekülen oder Molekülionen mit mehreren "Resonanzstrukturen" wird nur eine der Grenzstrukturen benutzt.
  3. Ordnen Sie die Anzahl der Bereiche erhöhter Elektronendichte so auf einer Kugelschale um das Zentralatom herum an, dass sie den größten Abstand voneinander bekommen. Dabei entstehen Elektronenstrukturen folgender Formen:
    • lineare Elektronenanordnung (2 Bereiche),
    • trigonale Elektronenanordnung (3 Bereiche),
    • tetraedrische Elektronenanordnung (4 Bereiche),
    • trigonal-bipyramidale Elektronenanordnung (5 Bereiche),
    • oktaedrische Elektronenanordnung (6 Bereiche).
  4. Verteilen Sie die unterschiedlichen Bereiche erhöhter Elektronendichte (freie Elektronenpaare, bindende Elektronenpaare, Doppel- und Dreifachbindungen) so auf die festgelegte Geometrie, dass folgende Regeln beachtet sind:
    • Bei oktaedrischer Geometrie und zwei freien Elektronenpaaren (Typ: AX4E2) werden diese in trans-Stellung angeordnet.
    • Bei trigonal-bipyramidaler Elektronenstruktur besetzen freie Elektronenpaare und Liganden mit Doppel- oder Dreifachbindungen immer die äquatorialen Positionen.
  5. Legen Sie nun die Molekülgeometrie (nicht die Bereiche erhöhter Elektronendichte) mit den entsprechenden Winkeln in erster Näherung fest. Verfeinern Sie die Aussagen über die Bindungswinkel unter Beachtung folgender Regeln:
    • freie Elektronenpaare haben einen erhöhten Raumbedarf,
    • Doppel- und Dreifachbindungen haben einen erhöhten Raumbedarf,
    • elektronegativere Liganden haben einen geringeren Raumbedarf,
    • Bindungswinkelaufweitung erfolgt bei Benutzung nicht abgesättigter Valenzschalen am Zentralatom.
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