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Übergänge zwischen den Bindungstypen

metallisch-ionisch

Mischt man chemisch sehr ähnliche Metalle im flüssigen Zustand miteinander und lässt die homogene Schmelze abkühlen, so erhält man Legierungen, die in jeder Zusammensetzung oder in einem weiten Konzentrationsbereichen homogen sind. Legiert man jedoch Metalle deutlich unterschiedlicher Elektronegativität, wie Alkali- und Erdalkalimetalle einerseits, mit Metallen wie Zinn, Blei, Bismut andererseits, so treten auffällige stöchiometrische Verhältnisse bevorzugt auf. Man kann bei diesen intermetallischen Verbindungen ionische Bindungsanteile annehmen. Eine Verbindung Mg2Pb würde extrem formuliert aus "Mg2+"- und "Pb4"-Ionen bestehen. Sicherlich nimmt ein Bleiatom nicht vier Elektronen auf, aber die im Elektronengas befindlichen Bindungselektronen werden sich bevorzugt beim elektronegativeren Blei aufhalten. Dem entspricht eine relativ geringe elektrische Leitfähigkeit dieser Verbindungstypen. Im übrigen kristallisiert Mg2Pb in einem Gitter, das ansonsten bei ionischen Stoffen anzutreffen ist, dem Fluoritgitter. Verbindungen mit entsprechenden Eigenschaften werden als Zintl-Phasen bezeichnet.

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Abb.1
Fluorit-Gitter (Koordinationspolyeder)
Abb.2
Fluorit-Gitter (Koordinationspolyeder)
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