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Atombindung

Mulliken

Ein anderes Verfahren zur Ermittlung der Elektronegativität nach Mulliken beruht auf den Werten für Ionisierungsenergie und Elektronenaffinität, denn ein Atom, das nur schwer Elektronen abgibt (Ionisierungsenergie) und leicht Elektronen aufnimmt (Elektronenaffinität), dürfte auch in einer Bindung Elektronen stark an sich ziehen und umgekehrt.

Die Mulliken-Elektronegativität (ENM) ergibt sich zunächst als Mittel aus Ionisierungsenergie (IE) und Elektronenaffinität (EA):

EN = 0,168 (IE-EA)- 0,207

Die Zahlenwerte der Mulliken-Elektronegativitäten (xM in eV) wurden der Pauling-Skala (xP) mit x(F)=4 durch die folgende Umrechnungsformel angepasst:

xP=0,168 ·xM -0,207

Sowohl die Pauling- wie auch die Mulliken-Methode weisen den Mangel auf, dass Dissoziationsenergien und Elektronenaffinitäten für viele Elemente experimentell nicht zugänglich sind. Diesen Nachteil behebt die Methode von Allred und Rochow. Die Elektronegativität wird hier gedeutet als Folge der Anziehung der Bindungselektronen durch den Atomkern. Die Anziehung der äußeren Elektronen eines beliebigen Atoms läßt sich berechnen und letztlich in Form von Elektronegativitäten ausdrücken.

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