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LCAO-Methode für homonukleare zweiatomige Moleküle

Sauerstoff-Ionen

Je nach Elektronenkonfiguration kann die Bindung durch Ionisierung geschwächt oder gestärkt werden. Vom Sauerstoff leiten sich die Molekülionen O2+ (Disauerstoffkation, zum Beispiel O2[PtF6]), O2(Hyperoxidanion, zum Beispiel in KO2) und O22 (Peroxidanion, zum Beispiel in BaO2) ab.

Abb.1
O2+ (Disauerstoffkation)
Abb.2
O2(Sauerstoffmolekül)
Abb.3
O2 (Hyperoxidanion)
Abb.4
O22 (Peroxidanion)

Für diese Ionen läßt sich das MO-Diagramm des Sauerstoff.Moleküls entsprechend der höheren oder niedrigeren Valenzelektronenzahl modifizieren. Eine Erhöhung der Zahl der Elektronen in antibindenden Zuständen (negative Ionen) führt zu einer Lockerung der Bindung, was seinen Ausdruck im experimentell bestimmbaren Kernabstand (Bindungsabstand, Bindungslänge) findet. Gleichzeitig nimmt die Bindungsenergie ab. Das Disauerstoffkation verfügt über ein Elektron in einem antibindenden Zustand weniger, dementsprechend ist seine Bindungsengergie höher und der Bindungsabstand geringer als im ungeladenen Sauerstoffmolekül.

Tab.1
MolekülionNameBindungsgradBindungslänge [pm]Bindungsenergie [ kJmol-1 ]
O2+ Disauerstoffkation2,5112632
O2 Sauerstoff-Molekül2,0121493
O2 Hyperoxidanion1,5126398
O22 Peroxidanion1,0149139
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