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Ionenbindung: Einführung

Die Ionenbindung

Stellt man sich das Zustandekommen eines Moleküls aus zwei Atomen mit großer Elektronegativitätsdifferenz vor, so wird das gemeinsame Elektronenpaar sehr stark zum elektronegativeren Bindungspartner hingezogen. Das bindende MO ähnelt dann in Form und Energie weitgehend einem Orbital dieses elektronegativeren Atoms. Dies bedeutet anders ausgedrückt, dass ein vollständiger Übergang eines Elektrons von einem zum anderen Atom stattfindet. Es bilden sich ein Kation und ein Anion. Ein MO mit gemeinsamen Elektronenpaar existiert dann nicht mehr, sondern das Elektron wird von einem Orbital des elektronegativeren Atoms aufgenommen:

Tatsächlich bilden Elemente stark unterschiedlicher Elektronegativität üblicherweise keine Moleküle oder Ionenpaare, sondern liegen in Form von Ionenkristallen vor. (Ionenpaare existieren nur im Dampf der entsprechenden Verbindungen.)

Abb.1

Die bindende Wirkung der Ionen kommt dadurch zustande, dass sie nach allen Seiten elektrostatische Anziehung auf die jeweils entgegengesetzt geladenen Ionen ausüben und sich mit diesen umgeben. Es kommt zur Ausbildung eines Ionenkristalls. Andere zum Teil veraltete Bezeichnungen für die Ionenbindung sind heteropolare Bindung, Elektrovalenz oder Ionenbeziehung.

Hinweis
Ionenverbindungen werden auch allgemein als salzartige Verbindungen oder als Salze bezeichnet. Typische Salzeigenschaften sind hohe Schmelz- und Siedepunkte, Sprödigkeit, Löslichkeit bevorzugt in polaren Lösungsmitteln wie zum Beispiel Wasser, elektrische Leitfähigkeit der Lösungen und Schmelzen.
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