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Hybridisierung

Hybridisierung

Unter dem von Linus Pauling, einem der Väter der Valence Bond Theorie (VB-Theorie), eingeführten Begriff der Hybridisierung versteht man die Mischung von Atomorbitalen (AOs) am gleichen Atom. Es entstehen dabei sogenannte Hybridorbitale, das heißt gerichtete Atomorbitale.

So lassen sich aus den vier Wellenfunktionen 2s sowie 2px, 2py und 2pz insgesamt vier äquivalente sp3-Hybridorbitale konstruieren, die auf die Ecken eines Tetraeders gerichtet sind.

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In analoger Weise lassen sich zum Beispiel aus den Wellenfunktionen 2s sowie 2px und 2py insgesamt drei äquivalente sp2-Hybridorbitale konstruieren, die in die Ecken eines gleichseitigen Dreiecks gerichtet sind. Das an der Mischung nicht beteiligte 2pz -Orbital steht dann senkrecht auf dieser Dreiecksfläche.

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Entsprechend lassen sich das 2s-Orbital mit z.B. dem 2px-Orbital zu zwei sp-Hybridorbitalen kombinieren. Die an der Hybridisierung nicht beteiligten 2py- und 2pz-Orbitale stehen dann senkrecht zur Rotationsachse der beiden sp-Hybridorbitale.

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Hybridorbitale lassen sich auch unter Beteiligung von d-Orbitalen bilden.

Die Hybridisierung ist kein physikalischer Effekt, sondern lediglich ein Hilfsmittel bei der theoretischen Beschreibung der Elektronenstruktur. Die MO-Theorie kommt ohne die Hybridisierung aus und beschreibt dennoch korrekt die Geometrie der gebildeten Moleküle.

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