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Dipolmoment

Verfahren nach Pauling

Nicht auf zweiatomige Moleküle beschränkt ist ein Abschätzungsverfahren des Ionenbindungsanteils nach Pauling, der folgende empirische Beziehung formulierte:

P = 1 exp [ 0,25 ( E N A E N B ) 2 ]

Trägt man die Elektronegativitätsdiffenerenz ΔΧ (mit B als elektronegativerem Bindungspartner) gegen den Ionenbindungsanteil P auf, so erhält man folgende Kurve:

Abb.1

Für überschlägige Betrachtungen braucht man weder Formel noch Tabelle, sondern merkt sich, dass 50 % Ionenbindungscharakter einer Elektronegativitätsdifferenz von ca. 2 entsprechen. Es existieren auch andere Berechnungsverfahren, die zu etwas abweichenden Ergebnissen führen. Eine Antwort auf die Frage, ob man Bindungen im Grenzbereich zweckmäßig als überwiegend ionisch oder überwiegend kovalent beschreibt, ergibt sich im Allgemeinen viel praktikabler aus den Eigenschaften des jeweiligen Stoffes.

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