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Ionisierende Strahlung

Anwendung ionisierender Strahlung - Einführung

Für Forschungsaufgaben und technische Untersuchungen können neben Röntgenstrahlungen auch radioaktive Substanzen verwendet werden. Dabei bietet der Einsatz von radioaktiven Nukliden gegenüber konventionellen Methoden häufig Vorteile, außerdem kann hierdurch ein völlig neues Methodenspektrum angewendet werden.

Beim Betrieb von Reaktoren fallen radioaktive Nuklide in großen Mengen an. Teilweise sind diese als Atommüll unerwünschte Abfallprodukte, die aufwendig entsorgt werden müssen. Andererseits können aber nach einer Aufarbeitung wertvolle Strahlenquellen für wissenschaftliche Untersuchungen und andere Zwecke geschaffen werden. Weiterhin kann durch Bestrahlung im Reaktor praktisch jedes Element zur radioaktiven Strahlenquelle gemacht werden.

Heute stehen sehr viele Methoden zur Erzeugung künstlicher Radionuklide zur Verfügung. Großbritannien und Frankreich sind gegenwärtig in Europa die wichtigsten Erzeugerländer für künstliche Radionuklide.

Ionisierende Strahlen können auf folgende unterschiedliche Weisen genutzt werden:

  • Durchstrahlung und BestrahlungHierbei wird nur die radioaktive Strahlung als solche ausgenutzt. Die weiteren Eigenschaften der Quelle sind dabei uninteressant.
  • Anwendung von Indikator-, Spuren- oder TracerelementenHierbei werden neben den Strahlungseigenschaften auch noch die chemischen Eigenschaften der betreffenden radioaktiven Elemente ausgenutzt.

Beide Gebiete verlangen die Anwendung unterschiedlicher radioaktiver Nuklide in Bezug auf Intensität, Lebensdauer beziehungsweise Halbwertszeit und Energie der Strahlung.1)

1) Nach Unterlagen eines Strahlenschutzkurses der KFA Jülich
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