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Ionisierende Strahlung

Altersbestimmung von Gesteinen

Abb.1
Zerfallsreihen des Urans

Ähnlich wie bei der C14-Altersbestimmung kann mit Hilfe der natürlichen Zerfallsreihen des Urans und des Thoriums und dem im Gestein der Erdkruste gefundenen Verhältnis zwischen Mutter- und Tochternukliden das Alter der uran- oder thoriumhaltigen Mineralien und darüber hinaus das der Erde abgeschätzt werden. Es wird angenommen, dass mit der Entstehung der festen Gesteine die Bildung der Ausgangssubstanzen (Uran, Thorium) abgeschlossen und innerhalb des Gesteins kein Austausch mit dem umgebenden Material mehr möglich war. Ferner wird davon ausgegangen, dass ursprünglich nur vernachlässigbar geringe Mengen der Tochtersubstanzen im Gestein vorhanden waren.

Im Laufe der Zeit wird nun die Ausgangsmenge beständig abnehmen und die des in der Zerfallsreihe letzten, stabilen Endproduktes (zum Beispiel Pb210) beständig zunehmen, so dass aus dem Verhältnis des Anfangs- und Endproduktes die Altersbestimmung erfolgen kann. Damit ist gleichzeitig die Datierung der Bildung der festen Erdkruste und darüber hinaus die der Entstehung der Erde möglich. Hiernach wird ihr Alter auf etwa 3 Milliarden Jahre geschätzt.

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