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Technische Elektrolyseverfahren

Chloralkali-Elektrolyse nach dem Quecksilberverfahren

Die Chloralkali-Elektrolyse nach dem Quecksilberverfahren (Amalgamverfahren) arbeitet mit flüssigem Quecksilber als Kathode.

Abb.1

Als Anode wird Graphit verwendet. An der Anode erfolgt auch hier die Oxidation von Chlorid zu Chlor. Weil Wasserstoff an Quecksilber eine hohe Überspannung aufweist, werden hier Natriumionen entladen, wobei das gebildete Natrium sich im Quecksilber als Natriumamalgam löst. Durch Umpumpen des flüssigen Amalgams gelangt dieses in den wassergefüllten Zersetzer, wo die Umsetzung an Graphitkatalysatoren erfolgt.

Abb.2

Die Addition der Teilgleichungen ergibt dieselbe Gesamtgleichung wie beim Diaphragmaverfahren. Der Vorteil des Quecksilberverfahrens ist vor allem die höhere Reinheit der Natronlauge. Nachteilig sind hohe Reinheitsanforderungen an die NaCl-Sole und die zur Vermeidung der Umweltbelastung durch quecksilberhaltige Abwässer hohen Kosten für deren Reinigung. Da heute vor allem Chlor als Produkt gefragt ist, gewinnt das weniger problematische Diaphragmaverfahren wieder an Bedeutung. (Die Verhältnisse könnten sich umkehren, wenn künftig möglicherweise die Produktion von Organochlorverbindungen zurückgeht).

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