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Korrosion

Korrosionsschutz

Für den Korrosionschutz bestehen folgende Möglichkeiten:

Erstens:
Die leitende Verbindung zwischen den metallischen Komponenten wird unterbrochen. Dies geschieht beispielsweise durch isolierende Kunststoffscheiben zwischen Schrauben und metallischen Halterungen.
Zweitens:
Der Zutritt des Elektrolyten, das heißt von Feuchtigkeit, kann durch entsprechende Überzüge unterbunden werden. Dies geschieht durch galvanisch aufgebrachte Überzüge edlerer Metalle oder viel öfter durch Oberflächenbeschichtung, im einfachsten Fall also durch einen Schutzanstrich.
Drittens:
Anbringen einer Opferelektrode, die den Korrosionsschutz einer Apparatur dadurch bewirkt, dass sie selbst oxidiert wird. Diese Möglichkeit wird vor allem bei komplizierten Einsatzbedingungen gewählt, wie zum Beispiel ein unterirdischer Ölbehälter oder eine Gasleitung aus Stahl vor Korrosion geschützt werden, indem man zusätzlich zur üblichen Oberflächenbeschichtung sicherheitshalber eine leitende Verbindung mit einer Zink- oder Magnesiumplatte herstellt (kathodischer Korrosionsschutz). Unter diesen Verhältnissen löst sich das unedlere Metall anodisch auf, am Behälter bildet sich (sehr langsam) lediglich Wasserstoff.
Abb.1
Einige Beispiele zum kathodischen Korrosionsschutz

In ähnlicher Weise werden Schiffsrümpfe durch angeschweißte Zinkplatten vor Korrosion durch das aggressives Seewasser geschützt. Durch kathodischen Korrosionsschutz werden auch Heißwasserbereiter im Haushalt vor frühzeitigem Durchkorrodieren bewahrt; Voraussetzung ist die regelmäßige Kontrolle der Opferanode bezüglich ihres Erhaltungszustandes. Auch das Verzinken von Stahlgegenständen (Baubeschläge, Autokarosserien) fällt unter den Begriff kathodischer Korrosionsschutz.

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