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Energiebetrachtungen

Spannungsreihe

Ordnet man die Redoxpaare nach zunehmender Oxidationskraft der oxidierten Form, so erhält man die Tabelle der Standardpotentiale, die auch als Spannungsreihe bezeichnet wird. Hierbei wird vereinbarungsgemäß die reduzierte Form links und die oxidierte Form sowie die abgegebenen Elektronen rechts geschrieben.

Abb.1
Spannungsreihe

Die oxidierende Wirkung der oxidierten Form nimmt dann von oben nach unten zu. Die reduzierende Wirkung der reduzierten Form nimmt von oben nach unten ab. Das heißt als stärkstes Reduktionsmittel ist Lithium, als stärkstes Oxidationsmittel Fluor aufgeführt. Typische starke Reduktionsmittel sind die unedlen Metalle, starke Oxidationsmittel die Halogene und Sauerstoff. Die oxidierte Form eines Redoxpaars, das in der Spannungsreihe weiter unten steht, kann unter Standardbedingungen die reduzierte Form eines weiter oben stehenden Paars oxidieren. So kann man mit HNO3 Kupfer zu Cu2+-Ionen oxidieren, nicht aber mit sog. nichtoxidierenden Säuren wie HCl, denn das H3O+-Ion ist kein hinreichend starkes Oxidationsmittel. Unedle Metalle wie Fe, Zn, Mg können hingegen von Oxoniumionen oxidiert werden. Gold wird weder von H3O+-Ionen noch von HNO3, aber von Fluor oxidiert.

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