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Autoprotolyse

pH-Wert

Statt den mehr oder weniger sauren oder basischen Charakter einer Lösung mittels der Konzentrationen [H3O+] oder [OH] zu beschreiben, verwendet man meist den pH-Wert. Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Oxoniumionenkonzentration:

pH-Wert
pH = −lg[H3O+]

Die Bezeichnung pH stammt aus der Arrhenius-Vorstellung, dass in wässrigen Lösungen H+-Ionen auftreten ("pondus hydrogenii"). Analog kann man einen pOH-Wert definieren:

pOH-Wert
pOH = −lg[OH]

Es gilt dann:pH + pOH = pKw = 14

Die übliche pH-Skala erstreckt sich von 0 bis 14. pH-Werte kleiner 7 gelten für saure Lösungen; Lösungen mit pH = 7 nennt man neutral; für basische Lösungen ist der pH-Wert größer als 7. Es sind allerdings auch pH-Werte kleiner 0 oder größer 14 möglich, nämlich in stärker konzentrierten Lösungen starker Säuren oder Basen. Wird zum Beispiel [H3O+] größer als 1  molL-1 , so ergibt sich ein negativer pH-Wert.

Der pH-Wert beeinflusst den Verlauf vieler chemischer Reaktionen, insbesondere auch von biochemischen Vorgängen.

Tab.1
pH-Werte von ausgewählten Flüssigkeiten (im Allg. bei 25 °C)
LösungpH-WertLösungpH-Wert
20%ige Salzsäure−0,3Borsäure, 0,033  molL-1 5,2
Salzsäure, 1  molL-1 ca. 0 Schweiß 4-6,8
Salzsäure, 0,1  molL-1 1Milch6,4-6,7
Schwefelsäure, 0,05  molL-1 1,2 Harn 4,8-7,4
Phosphorsäure, 0,033  molL-1 1,5reines Wasser7
Magensaft 0,9-2,3 Blut 7,38
Salzsäure, 0,01  molL-1 2Meerwasser7,8-8,2
Weinsäure, 0,05  molL-1 2,2Natriumhydrogencarbonat, 0,1  molL-1 8,4
Citronensäure, 0,033  molL-1 2,3Seifenlauge8,2-8,7
Zitronensaft2,3Dinatriumphosphat, 0,05  molL-1 9
Essigsäure, 1  molL-1 2,4Borax-Lösung, 0,05  molL-1 9,2
Essigsäure, 0,1  molL-1 2,86Ammoniakwasser, 0,01  molL-1 11
Salzsäure, 0,001  molL-1 3Soda-Lösung, 0,05  molL-1 11,3
Handelsessig3,1Trinatriumphosphat, 0,033  molL-1 12
Essigsäure, 0,01  molL-1 3,4gesättigtes Kalkwasser12,3
Essigsäure, 0,001  molL-1 3,86Natronlauge, 0,1  molL-1 13
Eingesäuertes Silofutter3-4Natronlauge, 1  molL-1 ca. 14
Salzsäure, 0,0001  molL-1 450 %ige Kalilauge14,5
saure Milch4,4

Quelle: CD Römpp Chemie Lexikon - Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995

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