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Homogene und heterogene Stoffsysteme

Homogen und heterogen

Homogene und heterogene Systeme werden nach der Partikelgröße unterschieden:

Tab.1
Einteilung homogene und heterogene Systeme
Teilchendurchmesser [m]System
<10-9 homogene Systeme
<10-7 ... >10-9kollioddisperse (kolloidale) Systeme
>10-7 heterogene Systeme

In der Größenordnung von 10 -7 m liegt das Auflösungsvermögen von Lichtmikroskopen, so dass man von heterogenen Systemen spricht, wenn die Phasengrenzen mit dem Mikroskop beobachtbar sind.

Atome, Moleküle oder Ionen sind so klein, dass sie nicht sichtbar werden, d.h. wenn die Vermischung zweier ursprünglich getrennter Phasen in Form ihrer Moleküle, Atome oder Ionen erfolgt, so bildet sich ein einphasiges und damit homogenes System.

Übergangsformen, die sich nicht eindeutig als homogen oder heterogen klassifizieren lassen, findet man im Bereich großer Moleküle, die zwar unter dem Mikroskop noch nicht erkennbar sind, sich aber bereits durch Lichtstreuung bemerkbar machen wie z.B. im Alltag wässrige System mit Leim oder Kleister und in der Biochemie mit Proteinen. Man spricht dann von kolloidalen oder kolloiddispersen Systemen.

Beispiel
Abb.1
Schokolade

Homogen: Die Moleküle von Schokolade sind mit dem Lichtmikroskop nicht mehr erkennbar. Schokolade ist eine homogene Mischung.

Abb.2
Tapetenkleister

Kolloidal: Kleister ist eine Übergangsform zwischen homogen und heterogen. Die Moleküle sind unter dem Mikroskop nicht zu sehen, aber bereits durch Lichtstreuung erkennbar.

Abb.3
Blumenerde

Heterogen: Die unterschiedlichen Komponenten von Blumenerde sind sogar mit dem blossen Augen zu erkennen.

Aufgaben

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