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Titrimetrie

Auswahl von Indikatoren für Titrationen

Die Auswahl von geeigneten Indikatoren für Titrationen hängt von der Form der Titrationskurve, insbesondere der Lage des pH-Sprunges am Äquivalenzpunkt ab. Um den Endpunkt der Titration zuverlässig anzuzeigen, muss der Umschlagsbereich des Indikators in dem mit einem Tropfen Maßlösung erzielten pH-Sprung liegen.

Abb.1
Titration von 50 mL HCl (0,1  molL-1 ) mit NaOH (0,1  molL-1 )
Abb.2
Titration von 50 mL HAc (0,1  molL-1 ) mit NaOH (0,1  molL-1 )
Abb.3
Titration von 50 mL NH3 (0,1  molL-1 ) mit HCl (0,1  molL-1 )
Abb.4
Titration von 50 mL HAc (0,1  molL-1 ) mit NH3 (0,1  molL-1 )

Die Titrationskurven zeigen, dass man bei der Titration von starken Säuren mit starken Basen relativ frei bei der Wahl eines geeigneten Indikators ist. Bei der Tiration von schwachen Säuren mit starken Basen muss der Umschlagsbereich im schwach Alkalischen, bei der Titration von schwachen Basen mit starken Säuren im schwach Sauren liegen. Bei Titrationen von schwachen Säuren mit schwachen Basen sowie bei der Titration mit sehr verdünnten Lösungen ist eine zuverlässige Anzeige des Äquivalenzpunktes nicht möglich; man beobachtet dann statt eines Umschlages eine kontinuierliche Farbänderung beim Zusatz von Maßlösung im Bereich des Äquivalenzpunktes. Für solche Fälle bietet sich zur Endpunktsanzeige die potentiometrische Methode an.

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