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Titrimetrie

Einleitung

Die Titrimetrie (Maßanalyse) ist eine Methode zur quantitativen Bestimmung einer Substanz. Das Ergebnis der Titrimetrie gibt Antwort auf die Frage, wie viel von einem gesuchten Stoff in einer Probensubstanz enthalten ist.1)

Das Analysenprinzip

Zu einer zu analysierenden Lösung (Probelösung) wird genau so viel Reagenzlösung bekannter Konzentration (Maßlösung) hinzugegeben, wie zur vollständigen Umsetzung der Reaktion erforderlich ist. Der Endpunkt muss deutlich erkennbar sein, denn aus der Konzentration der Maßlösung und dem Volumen, das zum Erreichen des theoretischen Endpunkts der Umsetzung (Äquivalenzpunktes) benötigt wird, lässt sich die Menge des gesuchten Stoffes berechnen.

Durch Titration kann z.B. die Konzentration einer Säure bestimmt werden. Um den Äquivalenzpunkt zu erkennen wird der Lösung ein Indikator zugesetzt, der eine saure Reaktion zeigt. Nun wird mit einer Bürette so lange eine Lauge bekannter Konzentration zugetropft, bis der Indikator umschlägt, d.h. basische Reaktion zeigt. Die Säure wurde somit neutralisiert. Das Volumen der zugetropften Lauge kann an der Bürette abgelesen werden. Die Konzentration der Säure berechnet sich als:

[Säure] = [Lauge] · V Lauge V Säure

Analog kann auch die Konzentration einer Lauge durch Titration mit einer Säure bekannter Konzentration bestimmt werden.

1)Weitere Methoden zur Beantwortung dieser Frage sind die Gravimetrie sowie physikalische Methoden.
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