zum Directory-modus

Verweilzeitverhalten - Grundlagen

Störfunktionen

Eine Verweilzeitmessung geschieht durch Zugabe einer Markierungssubstanz (Tracer) am Reaktoreingang und der Messung der zeitlichen Änderung einer signifikanten Eigenschaft (z.B. der Konzentration) am Reaktorausgang.

Die Markierungssubstanz muss

  • inert gegenüber den restlichen Substanzen,
  • mit physikalischen Messmethoden schnell nachweisbar

sein.

Die so erhältlichen Antwortsignale richten sich nach Art und Weise der Zugabe der Markierungssubstanz und der Störfunktion.

Nadel- oder Stoßfunktion

Bei der Nadel- oder auch Stoßfunktion wird zum Zeitpunkt t=0 ein kurzer Stoß Markierungssubstanz am Reaktoreingang in den Reaktionsstrom eingebracht, der so genannte Dirac-Stoß.

Abb.1
Zeitlicher Verlauf eines Dirac-Stoßes

Sprungfunktion

Ab dem Zeitpunkt t=0 wird bei der Stufenfunktion kontinuierlich eine gleichbleibende Konzentration an Markierungssubstanz in den Reaktionsstrom eingebracht.

Abb.2
Zeitlicher Verlauf einer Sprungfunktion

Zyklische Funktion

Bei der zyklischen Funktion beginnt zur Zeit t=0 die Zugabe der Markierungssubstanz in periodischer Weise.

Abb.3
Zeitlicher Verlauf einer zyklischen Funktion
Seite 2 von 4