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Polystyrol

Einführung

Abb.1

Entdeckung

Polystyrol ist seit 1839 bekannt. Der Apotheker Eduard Simon entdeckte es, als er aus einem Pflanzenextrakt (Storax) mit Hilfe der Wasserdampfdestillation Styrol gewann und dieses dann in seinem Labor unvorhergesehen polymerisierte. Simon nannte es Metastyrol, da er von einer Modifikationsänderung und nicht von einer damals noch unbekannten Polymerisation ausging. Erst 1931, also 92 Jahre nach seiner Entdeckung, gelang es der I.G. Farben in Ludwigshafen Polystyrol großtechnisch aus Styrol zu produzieren.

Anschauliches: Patent der I.G. Farben von 1936

Erste technische Realisierung

Etwas später begann die Dow Chemical Company mit der Produktion von Polystyrol in den USA. Polystyrol und dessen Derivate wurden schon zu der Zeit als Ersatz des kriegswichtigen Naturkautschuks verwendet. Auch heute noch wird Synthesekautschuk nach dem damaligen Verfahren hergestellt. Die Aufschäumung von Polystyrol mit niedrig siedenden Kohlenwasserstoffen und Wasser, also die Herstellung von z.B. Styropor, gelangte erst 1950 zur technischen Reife. Dieses Produkt wird hauptsächlich für Isolier- und Verpackungszwecke genutzt. Heute gehört Polystyrol mit einem Anteil von ca. 10 % am Weltkunststoffverbrauch zu den fünf großen Thermoplasten.

Vertiefung: Dieses Diagramm zeigt den Anstieg der Weltjahresproduktion von 1936 bis 1995

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