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Vertiefung: Die Auswahl des Wärmeträgers

Bei der Auswahl eines geeigneten Wärmeträgers sollten neben den Kriterien Ungiftigkeit, günstiger Anschaffungspreis und leichte Handhabbarkeit vor allem energetische Gründe eine Rolle spielen. Sehr gute Werte der Wärmeübertragung werden erreicht, wenn die latente Wärme ausgenutzt wird, der Wärmeträger beim Durchströmen des Wärmetauschers also kondensiert oder verdampft. Die Tropfenbildung bei der Kondensation bzw. die Bläschenbildung bei der Verdampfung führen zu einer Erhöhung der Turbulenzen an der Rohrwand, was zu einer Erhöhung der Wärmeübertragung führt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Temperatur des Wärmeträgers konstant bleibt.

Häufig wird Wasserdampf als Wärmeträger verwendet. Er erfüllt die Kriterien der Ungiftigkeit, des günstigen Preises und der leichten Handhabbarkeit. Bei einer sinnvollen Wahl der Druck- und Temperaturverhältnisse im Verdampfer oder Kondensator können die Verfahren häufig im Bereich der Wasserkondensation gefahren werden. Unterdruck führt dabei zu einer Kondensation des Wassers bei Temperaturen unter 373 K, Überdruck zu Kondensationstemperaturen über 373 K.