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Rektifikation: Funktion und Aufbau von Rektifikationsanlagen

Kontinuierliche Rektifikation

Typische Einsatzbereiche von kontinuierlichen Rektifikationsprozessen sind vor allem die Petrochemie und die großtechnische Darstellung von Grundchemikalien. Für einen funktionierenden kontinuierlichen Trennprozess ist das Vorliegen eines Gemisches in konstanter Zusammensetzung und in konstanten ausreichenden Mengen notwendig. Eventuell ist eine Pufferung der Mengen oder Zusammensetzung über Ausgleichsbehälter notwendig.

Abb.1
Aufbau einer kontinuierlich betriebenen Rektifikationskolonne

Das zu trennende Gemisch wird über den Zulauf, der sich in beliebiger Kolonnenhöhe befinden kann, auf die Kolonne gegeben. Hier kommt es sowohl mit dem von unten aufsteigenden Dampf als auch mit der durch die Schwerkraft herabfließenden Flüssigkeit in Kontakt und es erfolgt ein intensiver Stoff- und Wärmeaustausch. Aus dem Sumpf der Kolonne wird die herabfließende Flüssigkeit entnommen und in einen Produktstrom und einen Rücklaufstrom geteilt. Der Rücklaufstrom wird im Wärmetauscher wieder verdampft und in die Kolonne zurückgegeben. Der Dampf, der den Kolonnenkopf erreicht, wird hier in einem Kondensator, ebenfalls ein Wärmetauscher, verflüssigt und in einen Destillatstrom und einen Rückflussstrom geteilt. Der Rückflussstrom wird in die Kolonne zurückgegeben, um die Trennwirkung in der Kolonne aufrecht zu halten.

Neben den oben aufgeführten Zu- und Abläufen sind weitere möglich. So können Komponenten, die sich in einem bestimmten Kolonnenbereich besonders stark anreichern, mittels einer Seitenentnahme aus der Kolonne abgeführt werden. Des Weiteren können zusätzliche Komponenten, die eine Trennung in der Kolonne unterstützen sollen, oder auch Gemischströme mit abweichender Zusammensetzung über zusätzliche Zulaufbereiche eingegeben werden.

Anschauliches: Schauen Sie sich eine typische Rektifikationsanlage bei der Phenol-Aceton-Produktion an

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