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Reaktoren für heterogene Reaktionen

Sprühtürme und Strahlwäscher

Merkmale

Ist beim Kontaktieren von Gas und Flüssigkeit ein geringer Druckverlust auf der Gasseite erwünscht, sollte der Einsatz von Sprühtürmen oder Strahlwäscher in Erwägung gezogen werden. In Sprüh- bzw. Strahlwäschern wird die Flüssigkeit über Verteiler (z.B. Sprühdüsen) in das kontinuierlich strömende Gas hinein zerstäubt. Als Reaktionsapparate werden sie selten benutzt. Sprühtürme werden vor allem zur Aufkonzentrierung von Flüssigkeiten durch Verdampfung mittels heißer Gase oder zur Zerstäubungstrocknung von Lösungen verwendet, während Strahlwäscher besonders zur Absorption von Schadstoffen aus Reaktorabgasen sowie zur Niederschlagung von Stäuben und Nebeln benutzt werden.

Druckverlust

Der Druckverlust bei Sprühtürmen ist mit 0,5 bis 1 mbar pro Sprühstufe besonders gering, aber auch bei Strahlwäschern liegt er je nach Betriebsart nur zwischen 20 und 50 mbar. Die Größe der Grenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit ist beim Sprühturm ausschließlich von der Art der Verdüsung abhängig. Beim Strahlwäscher kann bei hohem Gasdurchsatz sowie einem langen und schmalen Strömungsrohr Flüssigkeit, die an die Wand gelangt ist, durch Turbulenzen in den Gasraum zurückgelangen. Daher ist hierbei die Verdüsung für die Wechselwirkung zwischen Gas und Flüssigkeit nicht so entscheidend wie beim Sprühturm.

Abb.1
Abb.2

Vertiefung: Strahlform von Düsen (Hohlkegelstrahl, Vollkegelstrahl und Flachstrahldüse)

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