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Rohöl

Entstehung des Erdöls

Die Entstehung der ältesten Erdöle begann schon vor rund 2 Mrd. Jahren. Die meisten Erdöl- und Erdgasquellen enstanden vor etwa 100 bis 200 Millionen Jahren (Jura- und Kreidezeit). Ausgangsmaterialien waren Pflanzen und Kleinstlebewesen der damaligen Erde (hauptsächlich Plankton aus den Meeren).

Abb.1

Unter sauerstofffreien Bedingungen (anaerob) konnte keine Zersetzung dieser Lebewesen und Pflanzen nach dem Absterben zu CO2 und H2O (sowie NH3 und SO2) stattfinden. Die organischen Reste wurden zusammen mit Gesteinsmaterial abgelagert und bildeten den so genannten Faulschlamm. Aus diesem Schlamm bildete sich unter dem Druck weiterer Gesteinsschichten und bei genügendem Anteil an organischen Resten (ca. 1-2 %) das so genannte „Muttergestein“ von Erdöl und Erdgas.

Abb.2
aus der Broschüre Erdgas Erdöl - Entstehung, Suche, Förderung, Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.

Durch Umlagerungen der Gesteine gelangte das Muttergestein tiefer in das Erdinnere (ca. 2000-4000 m). Aufgrund des hohen Druckes und der hohen Temperatur (natürliche Erdwärme, ca. 65-120 °C) kam es durch komplexe Umlagerungen der organischen Reste langsam zur Bildung von Erdöl und auch von Erdgas. Vermutlich wirkte das Muttergestein, welches meist Tone enthielt, auch katalytisch bei diesen Reaktionen.

Das gebildete Öl wurde durch den hohen Druck aus den Poren des Gesteins gepresst. Aufgrund der geringeren Dichte gegenüber dem ebenfalls vorhandenen Wasser stieg es auf. Meist wurde das Öl dann durch undurchlässige Deckgesteine aufgehalten. Das Rohöl sammelte sich dann unter solchen Deckschichten und es bildeten sich Lagerstätten.

Anschauliches: Animation zur Entstehung von Faulschlamm

Aufgrund der verschiedenen Faktoren bei der Bildung des Erdöls (unterschiedliche Gesteine, Tiefen etc.) gibt es erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung des Rohöls, was sich letztendlich auch im Preis ausdrückt.

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