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Antiklopfmittel in Otto-Kraftstoffen

Um hochoktanige Ottokraftstoffe wie z.B Super oder SuperPlus herzustellen, werden Antiklopfmittel zugesetzt. Früher wurde die bleihaltige Verbindung Bleitetraethyl verwendet. Heute benutzt man sauerstoffhaltige Verbindungen (Oxygenate). Doch den Möglichkeiten der Oxygenate sind enge Grenzen gesetzt, da die Benzin-Alkohol-Gemische die Neigung haben, sich bei Anwesenheit von Wasser bzw. bei niedrigen Temperaturen zu entmischen. Allein die Luftfeuchtigkeit, die über die Tankatmung in den Behälter gelangt, kann hierfür vollkommen ausreichen. Der problemlose Einsatz der Alkohole und auch der Ether erfordert die Einhaltung von Grenzwerten. So ist der Methanol-Zusatz in der Kraftstoffnorm auf maximal drei Volumenprozent limitiert. Um die Entmischung zu verhindern, könnte man zusätzliche Lösungsvermittler zugegeben. Jedoch können höhere Methanolanteile zu Problemen an Kunststoffen bzw. Elastomeren führen. Des Weiteren kann zu hoher Methanolgehalt zu einer negativen Beeinflussung des Klopfverhaltens bei höheren Volllastdrehzahlen führen. Prinzipiell gilt dies auch für Ethanol, allerdings erst bei höheren Konzentrationen. Daher wird als Antiklopfmittel hauptsächlich MTBE (Methyl-tert-Butylether) eingesetzt, welcher selbst bei Anteilen von bis zu 15 % diese Schwierigkeiten nicht aufweist. MTBE ist in seinem chemischen Aufbau den konventionellen Kraftstoffkomponenten sehr viel ähnlicher als Alkohole.