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Das Messprinzip der Porosimetrie

Wird ein poröser Feststoff in eine nicht benetzende Flüssigkeit (d.h. der Kontaktwinkel ist größer 90°) eingetaucht, dann dringt die Flüssigkeit nur aufgrund eines äußeren Drucks in die Poren ein. Es besteht ein linearer Zusammenhang zwischen der Größe des äußeren Drucks und dem Durchmesser der kleinsten Poren, die bei diesem Druck gefüllt werden. Als nicht benetzende Flüssigkeit wird Quecksilber verwendet, dessen Kontaktwinkel 140° beträgt.

Jede Druckerhöhung führt zum Eindringen von Quecksilber in Poren von immer kleiner werdendem Durchmesser, so dass die Porengrößenverteilung durch eine schrittweise Steigerung des Drucks bestimmt werden kann.

Das Prinzip der Messung mit einem Quecksilber-Porosimeter besteht darin, die Abnahme des Quecksilbervolumens in einem Gefäß zu bestimmen, wenn das Quecksilber durch einen äußeren Druck in die Poren der zu untersuchenden Substanz gedrückt wird. Es ist notwendig die Poren vor der Messung durch Evakuierung zu entgasen. Die Volumenabnahme wird meistens durch Änderung des elektrischen Widerstandes eines in das Quecksilber getauchten Platindrahtes gemessen.