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Volumen realer Mischungen

Homogene Mischungen

Die Komponenten der Mischung befinden sich in einer Phase, gasförmig, flüssig oder fest.

Bei einer flüssigen oder festen Phase ist die genaue Festlegung, was homogen ist, nicht immer einfach.

  • Was dem Auge noch homogen erscheint (z. B. Milch), kann unter dem Mikroskop „heterogen” sein. Bringen wir ein reines Kaliumstück in einen halben Liter Benzol ein, schließen sofort den Kolben mit einem gut dichtenden Glasstopfen und rühren mit einem Magnetrührer, so entsteht nach einiger Zeit eine schwärzlich-graue Flüssigkeit. Sie enthält feinstverteilte Kalium-Partikel (Dispersion) und kann, wenn der Kolben unvorsichtig geöffnet wird und Luft ins Innere gelangt, sehr leicht einen Laborbrand entfachen.
  • Feste Mischungen sind da etwas freundlicher, können aber in ihrer mikroskopischen Struktur ebenfalls heterogen sein.

Generell unterscheiden wir nach den Merkmalen

  • grobdispers (in einer Suspension im Lichtmikroskop erkennbar, z. B. Hefezellen),
  • kolloiddispers (Metallkolloide; Mizellen aus langkettigen Alkanen mit stark polaren Endgruppen) sowie
  • molekulardispers (in echten Lösungen; Moleküle A umgeben von Molekülen A und Lösungsmittelmolekülen).

Wir betrachten in dieser Lerneinheit nur molekulardisperse Phasen.

Abb.1
Zinksulfid
Abb.2
Cadmiumcarbonat
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