zum Directory-modus

Kalkkreislauf

Calciumcarbonat

In der Natur kommt Calciumcarbonat in den Schalen und Gerüsten vieler Lebewesen der Meere, z. B. Korallen und Schwämme vor.

Abb.1
Koralle, Schnecke, Ammonit, Seeigel
Abb.2
Calcit Modifikationen

Calciumcarbonat wirkt im Boden, als sekundäres Salz der Kohlensäure, als Puffer gegen eine Versäuerung. Mit Kohlensäure setzt es sich um:

CaCO3+ CO2+ H2O Ca(HCO3)2

In gleicher Weise werden saure Luftbestandteile (SO2, NO, NO2, etc.) durch die Bodencarbonate neutralisiert.

Bedeutung von CaCO3 in der Industrie:

Für die Industrie ist Kalkstein ein wichtiger Grundstoff im Straßenbau und im Gleisbau. Weiterhin findet er Verwendung als Zuschlagstoff für Mörtel und Beton und auch als Futtermittel. Ferner wird Kalkstein gebrannt, der entstehende Branntkalk gelöscht und das aufgeschlämmte Ca(OH)2 abgetrennt. Dieses wird in der Bauindustrie als Luftmörtel verwendet oder durch CO2 -Einleitung zu CaCO3 recarbonatisiert, was dann nicht mehr als Kalkstein, sondern als Calcit- oder CaCO3 -Pulver, Kreide oder CaCO3 -Präzipitat bezeichnet wird.

In der Hüttenindustrie dient der Kalkstein als Entschwefelungsmittel beim Hochofenprozeß:

CaCO3+ SO2+ 0.5O2+ 2H2O CaSO4 · 2H2O+ CO2

In der chemischen Industrie wird Kalkstein zur Neutralisation saurer Abwässer benutzt. Ein weiteres bedeutendes Anwendungsbebiet ist die Glasherstellung. Magnesiumoxid im Kalkstein erleichtert das Einschmelzen.

Seite 2 von 8