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Tutorial MenueGeometrische OptikLerneinheit 2 von 6

Das Reflexionsgesetz an ebenen Oberflächen

Diffuse Reflexion

An rauen Flächen (wie z.B. Papier, Beton, Textilien) wird auftreffendes Licht zwar reflektiert, man kann jedoch kein Spiegelbild erkennen. Zur Erklärung stellen wir uns die Oberfläche aus mikroskopisch kleinen, spiegelnden Flächen zusammengesetzt vor, deren Oberflächennormalen (statistisch verteilt) alle möglichen Richtungen haben. Ein einfallendes paralleles Lichtbündel wird dann in viele Teilbündel zerlegt, die ebenfalls alle möglichen Richtungen aufweisen. Diesen Effekt nennt man diffuse Reflexion.

Abb.1
Modellvorstellung zur diffusen Reflexion. Ein- und ausfallende Strahlen sind nur zur besseren Unterscheidbarkeit in verschiedenen Farben gezeichnet!

Die diffuse Reflexion tritt allerdings häufig nicht für sich alleine auf, sondern gemischt mit der bereits kennengelernten gerichteten Reflexion, bei der der ausfallende Strahl nach dem Reflexionsgesetz zurückgeworfen wird. So kann man auf dem unteren Foto auch noch Teile des Textes (Refl)"exion" neben der Spiegeloberfläche schwach erkennen, deren Reflexion lediglich von der Tischoberfläche stammt, die ja vor allem diffus reflektiert.

Abb.2
Diffuse Reflexion gepaart mit gerichteter Reflexion auf der Oberfläche eines grauen Tisches und zum Vergleich (fast perfekte) gerichtete Reflexion auf der Spiegeloberfläche.
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