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Tutorial MenueEigenschaften von PolystyrolLerneinheit 4 von 7

Thermische Eigenschaften von Polystyrol

Aggregatzustände von syndiotaktischem Polystyrol

Syndiotaktisches Polystyrol (PS-S) besitzt eine so hohe Regelmäßigkeit im Molekülbau, dass es kristallisieren kann. Es ist teilkristallin. Nach dem Erkalten der Schmelze ist es zu ca. 50 % kristallin, die übrige Menge ist amorph. Bei sehr schneller Abkühlung ist der kristalline Anteil niedriger. Die Kristalle werden wegen ihrer Kleinheit Kristallite genannt.

Bei der Schmelztemperatur von ca. 270 °C schmelzen die Kristallite. In den Kristalliten sind die Polymerketten parallel zueinander angeordnet. Durch die langen Berührungsbereiche summieren sich die Anziehungskräfte zwischen den Polymerketten auf. Dies erklärt die hohe Schmelztemperatur des Materials.

Bei der Glasübergangstemperatur von ca. 100 °C geht die amorphe Phase vom glasartig festen in einen Zustand verminderter Steifigkeit über. Die amorphe Phase von SP-S kann aber unterhalb der Schmelztemperatur nicht zerfließen, weil sich viele Polymermoleküle über mehrere kristalline und amorphe Bereiche erstrecken und den Werkstoff so zusammenhalten.

Da die verminderte Steifigkeit oberhalb der Glasübergangstemperatur meist unerwünscht ist, wird PS-S gewöhnlich mit Glasfasern verstärkt.

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